Von unten oder von oben dämmen?
Fast immer von unten. Dort werden Platten an die Kellerdecke geklebt oder gedübelt, ohne dass im Erdgeschoss etwas passiert.
| Variante | Kosten pro m² | Hinweis |
|---|---|---|
| Von unten, Platten geklebt oder gedübelt | 18–60 € | Üblich 4 bis 12 cm, Kellerraum verliert Höhe |
| Von oben mit neuem Fußbodenaufbau | 50–150 € | Nur sinnvoll, wenn der Boden ohnehin erneuert wird |
| Einblasdämmung in Holzbalkendecke über dem Keller | je nach Hohlraum | Seltener, bei älteren Häusern mit Holzdecke |
Stand 09/2026, nach co2online. Quellen siehe unten.

Wie viel Raumhöhe geht im Keller verloren?
So viel, wie die Dämmung dick ist, also meist 4 bis 12 cm. Bei niedrigen Kellern helfen Dämmstoffe mit besonders niedriger Wärmeleitfähigkeit.
Leitungen, Lampen und Fenster an der Decke bestimmen, wie dick gedämmt werden kann. Bei Kellerfenstern, die bis an die Decke reichen, muss die Dämmung zugeschnitten oder abgeschrägt werden. Heizungsrohre unter der Decke lassen sich einbeziehen. Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen müssen nach § 69 GModG ohnehin gedämmt sein.
Was bringt eine gedämmte Kellerdecke?
Etwa 5 Prozent weniger Heizkosten laut co2online, für ein typisches Einfamilienhaus von 1983 rund 70 € im Jahr. Spürbarer ist oft der wärmere Fußboden.
Die Maßnahme rechnet sich daher über den Komfort ebenso wie über die Ersparnis. Sie lässt sich gut mit anderen Arbeiten verbinden, etwa mit der Dachbodendämmung, damit ein Betrieb beides in einem Termin erledigt.
Was ist bei feuchten Kellern zu beachten?
Erst trocknen, dann dämmen. Eine Dämmung auf einer feuchten Kellerdecke oder in einem Keller mit Wasserproblemen kann Schäden verdecken und verschlimmern.
Das betrifft zum Beispiel Häuser in Elbnähe, in denen Keller bei Hochwasser überflutet wurden. Wenn Wände oder Decke feucht sind, klärt ein Fachbetrieb für Abdichtung zuerst die Ursache. Erst danach lohnt sich die Dämmung.
Gibt es Förderung für die Kellerdecke?
Ja, 15 Prozent BAFA-Zuschuss, wenn die Decke einen U-Wert von 0,25 W/(m²·K) erreicht und ein Energieeffizienz-Experte eingebunden ist. Die Mindestinvestition liegt bei 300 € brutto.
Bei kleinen Vorhaben lohnt oft die Steuerermäßigung nach § 35c EStG, weil dafür kein Energieeffizienz-Experte nötig ist. Eine Bescheinigung des Fachbetriebs reicht. Mehr unter Förderung.
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Häufige Fragen
Kann ich die Kellerdecke selbst dämmen?
Platten an eine ebene Betondecke zu kleben ist handwerklich machbar. Bei Eigenleistung fördert das BAFA nur das Material, und ein Energieeffizienz-Experte muss die Ausführung bestätigen. Die Steuerermäßigung nach § 35c EStG gibt es nur, wenn ein Fachunternehmen arbeitet.
Welches Material eignet sich für die Kellerdecke?
Üblich sind Mineralwoll-, Polystyrol- oder Holzfaserplatten, in niedrigen Kellern auch Hochleistungsdämmstoffe. Bei Fluchtwegen und Heizungsräumen spielt der Brandschutz eine Rolle, dann sind nicht brennbare Platten die sichere Wahl.
Ist die Dämmung der Kellerdecke Pflicht?
Nein, eine Nachrüstpflicht gibt es nur für die oberste Geschossdecke und für ungedämmte Leitungen. Wer die Kellerdecke neu bekleidet, muss nach Anlage 7 GModG aber einen U-Wert von 0,30 einhalten.
Wie finde ich einen Betrieb für die Kellerdecke?
Kellerdecken dämmen unter anderem Maler-, Stuckateur- und Trockenbaubetriebe sowie spezialisierte Dämmbetriebe. Über unsere Anfrage vermitteln wir Ihnen bis zu drei passende Betriebe aus Ihrer Region. Geben Sie an, ob die Decke aus Beton oder Holz ist und wie hoch der Keller ist.
Muss der Keller leer geräumt werden?
Die Decke muss frei zugänglich sein. Regale und Gegenstände direkt unter der Decke sollten vor dem Termin weg, damit der Betrieb durchgehend arbeiten kann. Wie lange es dauert, hängt vor allem von der Zahl der Leitungen an der Decke ab.