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Was kostet Dämmung? Preise pro m² im Überblick

Die Kosten einer Dämmung hängen vor allem vom Bauteil ab. Hier finden Sie Orientierungspreise, die wichtigsten Preistreiber und zwei durchgerechnete Beispiele mit Förderung.

Stand 26.09.2026 · Redaktion Heimatprofi · verantwortlich: Serghei Nebesnii

Kurz beantwortet

Dämmung kostet je nach Bauteil zwischen rund 18 und 300 € pro m². Am günstigsten sind Kellerdecke (18–60 €) und oberste Geschossdecke (20–80 €), Kerndämmung liegt bei 25–60 €. Eine Fassade mit Wärmedämmverbundsystem kostet 160–200 €, eine vorgehängte Fassade 180–300 € pro m². Förderung senkt die Kosten um 15 bis 20 Prozent.

Was kostet Dämmung pro m² je Bauteil?

Die Spannen gelten für Material und Einbau durch einen Fachbetrieb. Sie stammen aus bundesweiten Übersichten und sind als Orientierung zu verstehen.

Dämmkosten pro m² nach Bauteil
Bauteil und VerfahrenKosten pro m²Typische Einsparung
Oberste Geschossdecke, nicht begehbar20–80 €rund 7 % der Heizkosten
Oberste Geschossdecke, begehbar40–80 €rund 7 % der Heizkosten
Kellerdecke von unten18–60 €rund 5 % der Heizkosten
Kellerdecke von oben mit neuem Boden50–150 €rund 5 % der Heizkosten
Kerndämmung zweischaliges Mauerwerk (Einblasdämmung)25–60 €bis 8 % der Heizkosten
Zwischensparrendämmung Dachschräge70–120 €je nach Ausgangslage
Innendämmung50–100 €je nach Ausgangslage
Fassade mit Wärmedämmverbundsystem160–200 €bis 19 % des Heizenergieverbrauchs
Vorgehängte hinterlüftete Fassade180–300 €bis 19 % des Heizenergieverbrauchs

Stand 09/2026, Orientierungswerte nach co2online, bundesweit. Eine eigene Preisstatistik für Sachsen oder die Lausitz ist uns nicht bekannt. Quellen siehe unten.

Die Einsparwerte beziehen sich auf typische Altbauten und lassen sich nicht einfach addieren. Wer Dach und Fassade dämmt, spart weniger als die Summe beider Einzelwerte, weil sich die Maßnahmen gegenseitig beeinflussen.

Was kostet der Dämmstoff selbst?

Der Materialanteil ist bei Einblas- und Deckendämmung klein. Zellulose kostet laut co2online rund 20 € pro m², Hanf rund 26 € pro m².

Dämmstoffe: Wärmeleitfähigkeit und Materialpreis
DämmstoffWärmeleitfähigkeit λMaterialpreis
Zellulose (Einblasdämmung)etwa 0,039–0,045 W/(m·K)rund 20 € pro m²
Hanfetwa 0,039–0,045 W/(m·K)rund 26 € pro m²
Konventionelle Dämmstoffe (Mineralwolle, Polystyrol, PU)etwa 0,025–0,045 W/(m·K)stark abhängig von Produkt und Dicke

Stand 09/2026, nach co2online (Ökologische Dämmstoffe). Die λ-Spannen gelten für die Stoffgruppen, nicht für einzelne Produkte.

Welcher Dämmstoff wofür passt, steht im Ratgeber Dämmstoffe im Vergleich.

Was treibt den Preis nach oben?

Vor allem Vorarbeiten, Gerüst, Denkmalauflagen und schwer zugängliche Stellen. Die reine Dämmfläche sagt allein wenig über den Endpreis.

  • Zugänglichkeit: Ein enger Spitzboden oder ein vollgestellter Keller kostet Zeit.
  • Vorarbeiten: Alte Schüttungen in Holzbalkendecken ausbauen, Dielen öffnen, Leitungen umlegen.
  • Gerüst: Bei der Fassade ein großer Posten, der bei gleichzeitigem Neuputz ohnehin anfällt.
  • Dämmdicke: Wer Förderung will, braucht strengere U-Werte als das Gesetz, also mehr Dämmstoff.
  • Feuchte: Nasse Keller oder durchfeuchtetes Mauerwerk müssen vorher saniert werden.
  • Denkmalschutz: Innendämmung und Abstimmung mit der Behörde sind aufwendiger als ein Standardsystem.
  • Kleine Flächen: Anfahrt und Maschinenaufbau verteilen sich auf wenige Quadratmeter.

Was kosten Dachboden und Kellerdecke im Beispiel mit Förderung?

Bei kleinen Vorhaben um 6.000 € bringt die Steuerermäßigung oft mehr als der BAFA-Zuschuss, weil dafür kein Energieeffizienz-Experte beauftragt werden muss.

Annahme: Einfamilienhaus aus den 1930er-Jahren, selbst bewohnt, 80 m² oberste Geschossdecke und 70 m² Kellerdecke. Die Preise sind gewählte Werte aus der Mitte der Spannen oben, kein Angebot.

Beispiel 1: Decke und Keller
PostenBetrag
Oberste Geschossdecke, 80 m² × 45 €3.600 €
Kellerdecke, 70 m² × 40 €2.800 €
Summe brutto6.400 €
Variante A: BAFA-Zuschuss 15 %960 € (zzgl. Honorar Energieeffizienz-Experte)
Variante B: § 35c EStG, 20 % über drei Jahre1.280 € (448 € + 448 € + 384 €)

Rechenbeispiel, Stand 09/2026. Fördersätze nach BEG-EM-Richtlinie vom 17.07.2026 und § 35c EStG.

Beide Varianten lassen sich für dieselbe Maßnahme nicht kombinieren. Die Steuerermäßigung setzt voraus, dass Sie selbst im Haus wohnen, das Gebäude älter als zehn Jahre ist und genug Einkommensteuer anfällt.

Was bringt der Sanierungsfahrplan im Beispiel einer Fassade?

Seit dem 21. Juli 2026 gibt es den iSFP-Bonus nur auf den Teil der Kosten über 30.000 €. Bei einem Vorhaben knapp über dieser Grenze ist der Bonus daher klein.

Beispiel 2: Fassade mit WDVS und oberste Geschossdecke
PostenBetrag
Fassade WDVS, 200 m² × 180 €36.000 €
Oberste Geschossdecke, 80 m² × 45 €3.600 €
Summe brutto39.600 €
BAFA ohne iSFP: 15 % von max. 30.000 €4.500 €
BAFA mit iSFP: 15 % von 30.000 € + 20 % von 9.600 €6.420 € (wenn beide Maßnahmen im iSFP stehen)
Alternative § 35c EStG: 20 % von 39.600 €7.920 € über drei Jahre

Rechenbeispiel, Stand 09/2026. Höchstgrenzen für die erste Wohneinheit nach BEG-EM-Richtlinie vom 17.07.2026.

Der iSFP muss bei Antragstellung schon vorliegen. Seine Erstellung fördert das BAFA mit 50 Prozent des Honorars, höchstens 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Diese Richtlinie läuft laut BAFA Ende 2026 aus. Einzelheiten unter Förderung.

Wie bekomme ich ein verlässliches Angebot?

Mit einer Besichtigung vor Ort und einem Angebot, das Fläche, Dämmstoff, Dicke, λ-Wert und erreichten U-Wert getrennt ausweist.

  1. Unterlagen sammeln: Baujahr, Grundrisse, Fotos von Dachboden, Keller und Fassade, vorhandene Energieberatung.
  2. Förderweg klären: BAFA-Zuschuss mit Energieeffizienz-Experte oder Steuerermäßigung.
  3. Zwei bis drei Angebote vergleichen, die auf derselben Fläche und demselben Zielwert beruhen.
  4. Vertrag erst nach dem Förderantrag schließen oder mit einer Bedingung zur Förderzusage versehen.

Wir vermitteln Ihnen bis zu drei passende Betriebe aus Ihrer Region. Die Anfrage ist kostenlos: Anfrage stellen.

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Häufige Fragen

Was kostet es, einen Dachboden von 80 m² zu dämmen?

Bei 20–80 € pro m² liegen die Kosten zwischen etwa 1.600 und 6.400 €. co2online nennt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus 1.100–4.400 €. Den genauen Preis bestimmen Dämmstoff, Dicke und ob der Boden begehbar bleiben soll.

Ist Einblasdämmung günstiger als Plattendämmung?

Bei zweischaligem Mauerwerk deutlich: Kerndämmung kostet 25–60 € pro m², ein Wärmedämmverbundsystem 160–200 €. Bei Decken ist der Unterschied kleiner, weil auch Matten günstig sind.

Sind die Preise in Sachsen niedriger als im Bundesschnitt?

Dazu gibt es keine belastbare Statistik für Dämmarbeiten. Die genannten Spannen sind bundesweite Orientierungswerte. Vergleichen Sie deshalb mehrere regionale Angebote.

Zahlt die Förderung auch die Energieberatung?

Ja. Fachplanung und Baubegleitung durch den Energieeffizienz-Experten fördert das BAFA mit 50 Prozent, bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf förderfähige Kosten bis 5.000 €. Beim iSFP gelten 50 Prozent, höchstens 650 €.

Kann ich die Dämmung in Raten zahlen?

Über die BEG gibt es zusätzlich einen zinsgünstigen KfW-Ergänzungskredit bis 120.000 € je Wohneinheit. In Sachsen bietet die SAB den Sachsenkredit Klimafreundlicher Wohnen ab 20.000 € an.

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